Nachhilfeunterricht fürs Leben

Varanasi.
Eine der älteste Städte der Welt. Das sieht man.
Lebt nun schon so lange und trifft sich jeden Tag 24 Stunden lang mit dem Tod.
Bleibt am Leben im gesunden Gleichgewicht zwischen den beiden sich bedingenden Seiten des Lebens.
Eine der verrücktesten Städte. Das erlebt man.
Welche andere Stadt der Welt könnte eine bessere Streitschlichterposition zwischen den beiden Konkurrenten Leben und Tod bieten als Varanasi?
Varanasi agiert wie wir es auch im Leben tun sollten um den endlosen Kampf nach Glück und Harmonie ein „Ende“ zu setzen:
aus Konkurrenten, Freunde machen.
Welche andere Stadt ist von solch einer demaskierenden Wahrheit betroffen, die das Leben genauso liebt wie den Tod?
Bei uns im Westen heißt es normalerweise das eine oder das andere. Wenn wir Leben tun wir so als würden wir immer leben. Wenn wir dann vor dem Tod stehen, verlieren wir den Wert für das Leben und sehen nur noch Tod.

Wir sammeln Erfahrungen, konservieren diese auf Papieren mit Amtsstempel, wir sammeln materielle Güter, nennen diese „unser“ und sehen darin unser Identifikation.
Wir wollen Sicherheit.
Wir wollen keine grauen Haare – dafür haben wir Wella.
Wir wollen keine Falten, dafür haben wir L’Oreal.
Alle Güter sind am Ende doch nutzlos. Wir kommen mit nichts und gehen mit nichts. Dazwischen haben wir die Sorge die Lüge aufrecht zu erhalten, dass wir doch was mitnehmen können.
Einen bürokratischen Schritt haben wir allerdings dem Tod entgegen gemacht um uns ein bisschen mit ihm zu versöhnen: Die Altersversorgung ( diesen Satz bitte mit Sarkasmus hinterlegen).
Ist der Tod also berechtigterweise präsent im analytischen Geist des Westen.

Vielleicht. Aber nicht so präsent wie in Indien.
Die Präsenz vom Tod schlägt den westlichen Geist in Ohnmacht, weil die fragmentarische, wissenschaftliche Analyse kein rationalisierende Lösung auf das Problem findet.
Die Präsenz vom Tod schlägt dem östlichen Geist nicht auf den Magen, weil das menschliche Gefühlswesen das Thema betrachtet und nicht annimmt zu einem Schluss zu kommen mit der Annahme, dass Menschen alles verstehen, wenn sie das Herz aus der Analyse nehmen.

Die Hindus bringen die Verstorbenen nach Varanasi, weil derjenige, der am Ganges verbrannt und dessen Asche in den Ganges geworfen wird Erlösung findet und nicht erneut auf die Welt zurückkehren muss. Der Tod ist für die Hindus kein Ende. Entweder hat man schlechtes Karma und man wird wiedergeboren oder man wird sozusagen befreit vom endlosen Rad der Wiedergeburt.
Es gibt in Varanasi zwei Kremationsplätze, die beide an einem „Ghat“ gelegen auf den Ganges weisen. „Gahts“ sind die Treppen, die in den Ganges führen.
Der Ganges ist ein magischer Fluss. Geschichten über ihn würden nicht in ein einziges Bücherregal passen. Hier sei nur bemerkt, dass er für die Inder das heiligste Wasser ist.
Tagtäglich kommen tausende von Pilgern nach Varanasi, um sich im Ganges zu reinigen, zu Sündigen und den Segen der Götter zu erhalten. Ein jeder hat einen anderen Grund herzukommen. Im Groben ist Varanasi aber wie ein Mekka, ein Pilgerort, der für einen jeden Hindu ein wichtiger Schritt in seinem Glauben bedeutet. Dass ganze Tonnen voller Chemikalien weiter flussaufwärts in den Ganges fließen, scheint der Heiligkeit des Flusses nichts anzutun.
In der Geschichte heißt es, dass

Neben denjenigen, die sich hier waschen, dem Fluss Blumen oder dem Ganges ihr ausgeschiedenes Verdautes! schenken, werden auch die Toten hergebracht.
In Varanasi zu sterben ist das Beste was dem Sterbenden „passieren“ kann. In Varanasi geboren zu werden und hier zu sterben ist noch besser. Viele Menschen kommen also hierher im Alter oder mit Krankheit und „warten“, dass er, der Tod, kommt.
Eine Stadt wo Tod und Leben Schulter an Schulter durch die Straßen „wandeln“.
Die vielen kleinen Gassen Varanasis sind ungewöhnlich friedlich im Vergleich zum typischen Indiens. Hohe Steinhäuser stehen dicht aneinander geklebt an den Ufern des Ganges, reichen weit ins Stadt Innere und formen so eine Labyrinth von kleinen Arterien, die das Sonnenlicht lediglich erahnen lassen und dennoch voller Licht erstrahlen. Es ist angenehm kühl, kein Verkehr und eine familiäre Atmosphäre wiegt den Erkundenden in einem Wohlgefühl von Willkommenheit und sprühender Lebendigkeit, die aus den Häuser mit geöffneten Türen platzen. Alte Menschen schlürfen locker, Kinder lassen ihre selbstgebastelten Plastik-Drachen weit über die von Wäsche behangenen Dächer gleiten. Vogelschwärme ziehen über den Horizont und die Luft ist gefüllt von Gewürzen und Süßem, das an jeder Ecke zubereitet wird. Die einen damit beschäftigt ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die anderen damit beschäftigt ihr Leben zu beenden. Ein scheinbarer Widerspruch, der doch im Aufprall miteinander das Leben in seiner Ganzheit widerspiegelt.Eine Kuh in der Gasse stehened, Pipi oder Kacka machend, und schon staut sich der Verkehr für ein paar Meter hinter der geschäftigen Kuh. Jede Gasse hat ein anderes Leben. Im muslimischen Viertel für gewöhnlich sauberer und noch weniger an Frau auf der Straße, als ohnehin schon in Indien.
Ein Spaziergang in diesen Gassen ist wie ein Slalomlauf mit Schwierigkeitsstufe 5 in, weil nicht nur die riskant rutschigen Geschäfte die Aufmerksamkeit fordern, sondern alle anderen kleinen, Indien typischen Überraschungen.

Der Tod ist da. Ganz nah.

Friedhöfe liegen bei uns meist am Rande von bewohnten Gebieten. Sie werden besucht von denjenigen, die ihre Familienmitglieder dort begraben haben. Für Kinder ein Ort der Angst voller Gespenster und Bösartigkeiten. Das ganze Regelwerk um jemanden in Deutschland zu verbrennen ist lang. Die Asche wird dort gelassen,wo es die Behörden verordnen.
Bei 300 Menschen tagtäglich in Varanasi fragt keiner nach Papieren, verifiziert was der Tote mit in den Tod (oder das neue Leben oder ins Nirwana oder …) nimmt. In Varanasi hingegen sind die Kreamtionplätze wahre Schauplätze.
Pro Stunde werden ca. 6 Tode dort für die Kremation vorbereitet und dann nach großem, hektischen Aufwand von verschiedenen Ritualen gebunden an das Leben des Verstorbenen auf den Holzberg gelegt. Ich habe zwei volle Tage an dem Kremationplatz verbracht, wo nicht mit elektrischen Feuer gearbeitet wird, sondern das Feuer den Haufen anzündet, dass seit Jahrhunderten im Tempel unter der Verbrennungsplatform gehalten wird.
24 Stunden, ein Mal um die Uhr. Nachts hatte der Ort einen noch stärkeren Eindruck auf mich. Nachts mit Sturm und Donner… noch einen ganz anderen Eindruck.
Dieser Kremationsplatz ist der Teurere von beiden. Eine Kremation kostet ca. 30 Euro. Das ist für eine indische Mittelklassefamilie sehr viel Geld. Die darunter, und dazu gehört die Mehrheit der Inder, unerschwingliche Preise.
Manakarnikad heißt der Ort. Man (Ohrring aus Diamant) Karnikad… Shiva verlor hier im Ganges einen Ohrring. Dieser wird heute nicht mehr gesucht. Und dennoch schwimmen viele Inder in der Nähe des Ganges mit Strohkörben herum. Es mag morbide erscheinen? Sie treten auf die Holzberge herum, die mit dem verbrannten Körper zusammen ins Wasser geworfen werden, nehmen sich eine Schaufel voll von dem „Kram“ und sieben. Sieben so lange, bis sie die Ohrringe, die Nasenstecker, Uhren… der gerade Verbrannten finden. Ein gutes Geschäft. Die Angehörigen stehen vielleicht noch irgendwo herum und trinken sich einen Tee, während die Schmuckstücke ihrer Mutter, ihrer Frau… Schwester in die Hände eines Bettlers geraten.
Komisch? Oh! Es gibt noch mehr Absurditäten. 1
50 Tote an einem Tag. 24 Stunden Service auf dem Kremationsplatz. Das auf die Jahrhunderte gerechnet kann man sicher in der Aussage sein, dass es sich hier um einen bewährten Betrieb handelt, der in seiner Nachfrage das Angebot stets aufrecht erhalten kann.
Der Tote wird auf eine Bambusliege gespannt. In ein weißes Lacken gehüllt und dann von vielen bunten Plastikdecken bedeckt, die mit enormen Blumenketten zusammengebunden den Körper auf der wiederverwertbaren Liegen hält.
Es ist der männliche Teil der Familie, der die Zeremonie kurz vor dem Tod vollzieht.
Frauen haben kein Recht den Platz zu betreten. Die Männer karren also die Toten an. Falls ich es noch nicht erwähnte: Ich bin weiß und deshalb kann ich mir hier „alles“ erlauben (außer Haut zu zeigen).
Der Tote wird entweder auf Flussweg oder durch die Straßen zum Platz getragen. Dabei wiederholen die Träger ein Mantra ( Das spezielle Mantra für die Bestattung heißt übersetzte: „Eines Tages wird ein jeder von uns sterben. Wir kommen alleine auf die Welt und wir gehen alleine von der Welt“).
Stellt euch vor: eine indische Straße, die übersät mit Ereignissen ist. Ein Hupkonzert hier, dort schreien sich welche an und werfen sich Plastikbecher entgegen, rechts springt ein Affe auf eine Stromleitung, erhält einen Schock und rollt mit 3fach Achsendrehung patsch auf den Boden, links beißt ein zerkratzter Hund einem anderen das Ohr ab… darüberhinaus ist die Straße gefüllt von Menschen. Einen Toten durch diese Straßen zu transportieren? Das ist also eine Herausforderung und erscheint, zumindest mir, absurd.
Man muss sich das erstmal auf der Zunge zergehen lassen!?
Ich saß in einer Fahrradrikschaw. Es war Spätnachmittag und der Verkehr nahm zu dieser Rushhour noch ein bisschen mehr zu als sonst. Die Straßen waren also blockiert. Ich saß da in meiner offenen Kutsche, den schweißbedeckten Rücken des strampelnden Fahrers vor mir und neben mir der Kopf eines Toten – gleiche Augenhöhe wie ich – für 10 Minuten, weil wir, die Rikschaw und der „Totentransport“ auf Grund des Staues nicht voran kamen. In Deutschland an der roten Ampel stehend, gibt es dann meistens nen kleinen Flirt mit dem Nachbar oder man steckt sich ein Kaugummi in den Mund und ändert den Radiosender.
Die Träger kämpften damit die Trage gerade zu halten. Es kippte also gelegentlich ein bisschen zur Seite, zu meiner Seite. Ich kann nicht von Augenkontakt sprechen, weil seine Augen leer waren, aber wir starrten uns wortwörtlich bis ins Eingemachte an. Auf seinem Körper hatten sie Zigaretten gelegt, die sie nun mit der Trage auf den Schultern rauchten. Um sie herum gingen alle anderen ihrem alltäglichen Geschäften nach, niemand nahm wirklich zur Kenntnis, dass gerade ein Toter durch die Straße geführt wird.
Das war ein Erlebnis. Bei 300 Toten am Tag wird es sicherlich noch mehr von diesen Situationen geben. Das war also nur eine kleine Kostprobe von viel mehr.
Während der 10 Minuten wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Ich dachte mir nur, dass ich eigentlich dieses ganze Theater aufnehmen müsste um wirklich rüberzubringen, was da geschieht. Ich sah den Kontrast mit der westlichen Welt, wo ein jeder Passant auf der Straße einen Kloß im Hals bekommt, wenn ein Totenwagen im neutralen grau ganz unscheinbar durch die Straße huscht. Kein großes Aufsehen, sondern schnelle „Abfertigung“. In Indien ganz und gar nicht. Der Kopf baumelt vielleicht zwischen den Bambusstangen hin und her… die Füße lucken ein bisschen über den Rand… ganz offen-sichtlich alles UND! Außerdem !Keiner nimmt dieses Ereignis wirklich wahr. Es ist Alltag hier.
Da mag noch einer sagen, dass das keine wahr-haftige Stadt ist!
An dem Ghat dann wird die Trage entprechend des Geschlechtes, Krankheiten, erreichter Kinderzahl ( Frauen unter 10 Kinder dürfen nicht verbrannt werden!!! genauso wie Leprakranke oder die, die von einer Kobra gebissen wurden!), Kaste und weiß Shiva was noch, in den Ganges getaucht. Dabei kommt es schon mal vor, dass die zerstreuten Familienmitglieder, die Trage versehentlich ganz eintauchen, obwohl dieser Tote nur ein paar Sprenkel des Wasser abbekommen sollte, oder dass auf einmal die Trage abtaucht, weil ein Dusel sie losgelassen hat. Für den Betrachter wäre das eventuell witzig, wenn man den Ernst der Angelegenheit ausleuchten würde. Ich muss zugestehen. Bei den vielen Toten, die ich gesehen habe den vollzogenen Zeremoniene haben sich inneres Beben an Lachkrämpfen in mir ausgelöst mein Körper wehrte sich jedoch den Druck rauszulassen.
Die Inder haben eine solche strukturierte Art ihre Religion in Ritualen zu praktizieren, dass sie mit ihrem zerstreuten Geist die zahlreichen Schritte durcheinander werfen! Man stelle sich einen Pastor vor, der vor dem Grab stehend und das letzte Gebet sprechend ausversehen sein pinkes Herzchentaschentuch mit der Aufschrift „I love you“ ins Wehwasser fallen lassen würde. Das würde zweifelsohne für Verwirrung gar Empörung sorgen.
Die Inder nehmens gelassen. Die meisten Informationen über Ablauf und Hintergrund erhielt ich verrückterweise von den Angehörigen, die gerade kurz davor waren ihre Liebsten zu verbrennen. Als sie mich sahen, scharrten sie sich um mich herum und erklärten mir in Büro-Englisch was wie funktioniert. Dabei waren sie wie sonst auch immer sehr interessiert an mir. Für mich unerklärlich wie man sich bei einer Bestattung auf einen Fremden konzentrieren kann und seine ganze Neugier in einem 15 minütigen Gespräch stillt! Für den Inder kein Bedarf zu erklären – das ist Indien. Auf die Frage warum kann man sich eben nur mit darum antworten.
Die Tragen liegen gelegentlich in einer Reihe wie auf einem Laufband in einer Fabrik hintereinander. Man schreit sich über die Köpfe der Toten an, wer als nächster dran kommt, ob man noch ein Teechen trinken sollte, was es zu Mittag gibt, warum Hans die Lavendel-Räucherstäbchen vergessen hat und wo
Rüdiger jetzt den Kram herzaubert…
Das Klassendenken spielt auch noch im Tod eine Rolle. Die Brahamen (höchste Klasse) hat einen abgesonderten Platz, wo die Toten mit dem letzten ihn ins Mund gekippte Getränk an Gangeswasser und eingeschmierten Körper von Ghee (Butter gewonnen aus frischer Milch) mit Sandelholz bedeckt angezündet werden. Letztendlich ist es aber egal welche Farbe der Tote auf der Liege tragen „durfte“ (Rot für die Frauen, weiß für alte Männer und Kinder, Orange für jüngere Männer). Auf dem Feuerhaufen liegen sie doch alle mit menschlichem Körper. 200 Kilogramm Holz braucht es für eine Verbrennung. Der Rest davon wird für die nächste verwendet. Das Sandelholz spielt eine wichtige Rolle. Ich hatte angenommen einen signifikanten Geruch davonzutragen, wenn ich den Ort verließ. Dem war nicht so, weil das Sandelholz den Geruch von verbrannten Körper neutralisiert. Die in Säcken herangetragenen Räucherstäbchen tuen auchihren Dienst hinzufügen.
Nach 3 Stunden sei der Vorgang zu Ende habe ich mir sagen lassen. Ich habe mir nie die Mühe gemacht, drei Stunden neben einem Körper zu stehen um den ganzen Verbrennungsprozess zu verfolgen. Ich denke, das muss auch wirklich nicht sein!
Ich könnte noch auf viele weitere Details eingehen. Ich bin allerdings ohnmächtig demgegenüber was ich gesehen habe. Es ist einfach sehr, sehr außergewöhnlich für einen kleinkarierten Westler wie mich.
Meine Wortwahl vielleicht ein bisschen sarkastisch, manchmal erschreckend und manchmal einfach nur …? Ich weiß auch nicht in was für einen Ton ich diese Ereignisse zu Wort bringen soll.
Ich habe es keineswegs als eine Horrovorstellung wahrgenommen. Ich hoffe, diesen Eindruck habe ich nicht vermitttelt. Ich habe es mit großen sich wunderenden Augen betrachtet. Einfach nur beobachtet.

Ich hatte den Tod zum ersten Mal in meinem Leben so nah vor Augen.
Dabei hat sich bei mir das klärende Gefühl von Verständnis gegenüber dem Tod entwickelt. Er ist präsent und betrifft auch mich als Lebende. In einer so forschen, entblößenden, brutalen, ehrlichen Art den Tod kennenzulernen ist für den Westler erschreckend (zumindest sah ich das auf den Gesichtern geschrieben, von den Touris, die ihren Weg dort hin machten und für ein paar Minuten mit Hand vor dem Mund das Szenario verfolgten). Und doch denke ich, dass es etwas besondrs Bereicherndes für uns ist. Ich meinerseits bin sehr dankbar, dass ich erleben konnte, was Tod „auch“ bedeuten kann bzw. dass es ihn gibt. Im Westen spielen wir dieses Versteckspiel und organisieren unser Leben in Akkumulieren von Materiellem. Wir sehen den Tod nicht… und wenn er da ist wundern wir uns und sind traurig. Fragt der Tod danach, was wir haben oder gemacht habe? Interessiert es ihn, was wir an schweren Wissen im Kopf haben… was wir alles an „angesehen“ Dingen „vollbracht“ haben? Ich denke nicht. Ich denke in der letzten Minute, da geht es nur darum, ob es einem gut ging. Ob man das Leben für sich und für andere gut gelebt hat. Es wäre doch so viel einfacher, wenn wir uns von „vornherein“ klar machen, dass er da ist, Freund mit ihm werden, als ihn gar bis zu dem Punkt zu ignorieren, wo er so oder so an unsere Tür klopft. Bewusstsein über den Tod schafft Bewusstsein für das Leben, die Gegenwart… Varanasi – eine Nachhilfestunde.

~ von renailleurs am Samstag, September 6, 2008.

Eine Antwort to “Nachhilfeunterricht fürs Leben”

  1. Wunderbar lebendiger Text, der das Geschehen aus menschlicher Sicht schildert. Keineswegs wird der Eindruck einer Horrorvorstellung vermittelt.

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