*Nummer 1: Herzlich Willkommen*
Seid gegrüßt!
Und Herzlichen Willkommen im virtuellen Treffpunkt „Ren-ailleurs“!
Am 15. September wird ein Flugzeug gegen Süden fliegen
Destination: Madras
Der erste Teil meiner Anreise wird mit der Ankunft dort erflogreich abgeschlossen sein. Auf der Suche nach meinem Namen werde ich mich dann dem Taximann (Frau?) anschließen und zu meinem eigentlichen Ziel Auroville
Im Voraus habe ich mir diese Seite eingerichtet, um euch während meines Aufenthaltes in Indien auf dem Laufenden zu halten. Euch mit Nachrrichten zu beschenken, gestaltet sich mir insofern einfacher, als dass ich allen meine Berichte zum Schmökern zur Verfügung stelle und mir die E-Mailraussucherrei erspart bleibt. Des weiteren kann ich Fotos hochladen, um euch auch visuell an meinem Alltag teilhaben zu lassen.
Da das Internet keine nennenswerten geographischen Hindernisse (wenn, dann nur die zum Satelliten im All), nutze ich diese Kontaktmöglichkeit zu euch und würde mich freuen, wenn auch ihr mir Nachrichten aus der Heimat oder anderen Erdteilen zukommen lasst!
Tja, was ist Auroville? Keine Ahnung, ob es dafür eine vorgefertigte Antwort gibt. Lektüre dazu gibt es en masse. Die Meinungen gehen auseinander, das Theoretische scheint nicht gleich der Wirklichkeit zu entsprechen.
Auroville, „The City Of Humanity“, ist ein von der UNESCO und vielen anderen Organisationen und Regierungen unterstütztes Dorf an der Ostküste Südindiens.
Es wurde in den 80iger Jahren nach einem gedanklich ausformulierten Konzept gegründet. Die Grundsteine für dieses Konzept haben die „Gründereltern“ gelegt: Miriam Alfasse, eine Französin, und Sri Aurobindo, ein Inder, der eine hochqualifizierte geisteswissenschaftliche Ausbildung in England erhalten hat. Man könnte sagen, dass Auroville praktisch, als auch theoretisch, eine alternative Lebensform, ein Leben in Gemeinschaft, darstellt.
Nicht nur soll durch die Suche nach Gemeinsamkeiten und persönliche Entwicklung in der Gemeinschaft Völkerverständigung der Weg bereitet werden, sondern auch die Verbesserung der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt spielt eine wichtige Rolle. Heute leben in Auroville ca. 1800 Menschen aus 35 Nationen, die sich an die Charta der Grundidee Aurovilles halten und im Diskurs an weiteren Umsetzungen und Ideen arbeiten. Bekannt ist Auroville im Ausland auch für Projekte, die in den Bereichen von Technologie, Landwirtschaft, Kultur, Sozialem laufen.
Das Land lag zu Beginn des Projektes brach, war ausgetrocknet und unbewohnbar. Mit der Wiederaufforstung und den vielen verschiedenen Bewässerungstechniken, an denen experimentiert wurde, ist Auroville heute ein grüner Fleck von oben betrachtet.
Das Leben dreht sich ums Glücklichsein. Das behaupte ich einfach mal so ohne es in Frage zu stellen. Und ich bin der Meinung, dass der Weg dort hin, die Art und Weise wie sich Menschen damit befassen, zusammen, getrennt, mit Hilfe von irgendwelchen Künsten oder „Werkzeugen“ in experimenteller Art und Weise von jedem irgendwie anders praktiziert wird. Ich finde es schlicht und ergreifend einfach gut, dass neue Wege ausprobiert werden… aktiv… und deshalb ist Auroville aus meiner Sicht in einer Welt, in der das Thema Krieg und Gewalt den größten Raum in den Nachrichten einnimmt, in der Umweltkatastrophen die fatalen Konsequenzen schildern, die wir durch unseren Umgang mit der Umwelt verursachen, in der Fremdenfeindlichkeit und Missverständnisse zwischen den Weltreligionen zu einem gegenseitigen Misstrauen führen, ist es wichtig auch Utopien zu haben.
Auroville ist scheint mir ein Versuch für die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Ursprünge, die keine Grenzen zwischen sich ziehen, sondern ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Auroville scheint mir aber auch ein Protest gegen die herrschenden Werte und Zustände in dieser Welt… Es ist zumindest ein Versuch, ein Experiment, das sich jetzt bewährt weiterentwickelt und in Bewegung ist.



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